Businessplan oder Geschäftsmodell-Planung?

In letzter Zeit gibt es verstärkt die Diskussion, ob der Businessplan in seiner bestehenden Form noch einen Sinn hat.
Vergleichen kann man beides, Geschäftsmodell und Businessplan vielleicht am ehesten mit einem Besuch im Restaurant. Was interessiert es den Gast, über welchen Zeitraum Geschirr und Besteck abgeschrieben werden oder wie der Betreiber glaubt, dass sich der Umsatz in fünf Jahren voraussichtlich entwickelt?
Einem Gast interessiert es eher, was auf der Speisekarte empfohlen wird, welche Qualität die Speisen haben, was das alles kostet und ob es einem so gut gefällt, dass man bald wieder einkehrt.
Eine reine Geschäftsmodell-Beschreibung konzentriert sich auf das Wesentliche: Wie funktioniert das Vorhaben?
Businesspläne in ihrer momentan gelebten Form sind eher rein technische Prozesse. Sie haben mehr mit dem Abhaken von Checklisten zu tun, als mit der Darstellung eines überzeugenden Gesamtkonzeptes.
Oft stehen bei deren Bewertung Detailaspekte im Vordergrund und man feilscht um Zahlen und Prozente. Wenn man es spitz formulieren möchte, dann werden Unmengen Ressourcen und Energie in einen Plan gesteckt, den, nur wenige vollständig lesen und mit großer Wahrscheinlichkeit als Angestellte eines Instituts oder einer Behörde noch nie selbst ein Unternehmen gegründet haben.
Am Ende steht meist eine Situation, in welcher der Existenzgründer mit dem Feedback unzufrieden ist, und der Gegenpart (z.B. Finanzierungspartner) sich in seiner Beurteilung unverstanden fühlt.

Eine Geschäftsmodellbetrachtung konzentriert sich dagegen auf die Hauptfragen der dahinter liegenden Idee.
Wenn ich mit meinen Kunden ein Geschäftsmodell entwickle, gehe ich in vier Schritten vor:
Erster Schritt: Formulieren der Geschäftsidee
Hier sollte der Markt für die Idee definiert werden und der Kundennutzen beschrieben sein. Welche Bedürfnisse werden befriedigt? Auf welche Weise geschieht das?
Zweiter Schritt: Ertragsprozess
Was ist die Ertragsmechanik (auf welche Art generiert das Unternehmen seinen Umsatz bzw. seinen Gewinn und wie hoch fällt dieser aus)?
Wie muss das Marketing aufgebaut sein?
Dritter Schritt: Skalierfähigkeit
Wie lässt sich das Modell vervielfältigen?
Wie kann die Reichweite maximiert werden?
Vierter Schritt: Projektdefinition
Wenn auf die Fragen in den ersten drei Schritten eine tragfähige, konzeptionelle Antwort gefunden wird, kann man sich um die Verfahrensfragen kümmern.
Ist das Vorhaben umsetzbar und finanzierbar? Wenn ja, wie und durch wen?

Als Resümee lässt sich zusammenfassen, dass der Businessplan ein unflexibles Tool ist, dem ein festes Schema zugrunde liegt. Im Prinzip passt man die Präsentation des Vorhabens dieser Vorgabe an und nicht umgekehrt. Eine Konzentration auf das Geschäftsmodell lässt die Freiheit, das Konzept in seiner eigentlichen Funktion vorzustellen. Wenn es so überzeugen kann, kann der nächste Schritt mit der Fragestellung des „wie“ angegangen werden.

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Beraterpool Ingolstadt – ein einzigartiges Angebot in der Region

Beratung und fachliche Unterstützung auf dem Weg zum eigenen Unternehmen wird an vielen Stellen angeboten. Wer bei Google nach Hilfe für die eigene Existenzgründung sucht, wird wohl zuerst von der Vielzahl der Treffer erschlagen. Relativ schnell stellen viele dann fest, dass die gefundenen Angebote die spezifischen Fragen der eigenen Gründung nicht direkt treffen.
Eine gute Alternative für Unterstützung Suchende, zumindest für die Region in und um Ingolstadt, ist hier der “Beraterpool Ingolstadt“.
Im Rahmen des dortigen Existenzgründerzentrums entstand diese Konzentration an beratendem und fachlichem Know-how.
Was aber ist der Vorteil zu anderen, ähnlichen Angeboten?
Nach einer ersten Kontaktaufnahme wird ein kostenfreier Orientierungstermin vereinbart.
Ein erster fachlicher Ansprechpartner erarbeitet gemeinsam mit dem Existenzgründer einen Fahrplan, welche fachlichen Instanzen für sein Vorgehen notwendig und mit ins Boot zu holen sind.
Die Arbeit an dem Vorhaben wird in der Folge von den entsprechenden Fachleuten begleitet.
Natürlich verfügt der Beraterpool Ingolstadt auch über Berater, die bei der KfW registriert und zur Durchführung von geförderten Gründercoachings berechtigt sind. Somit lässt sich in der Regel eine kostengünstige Beratung realisieren.
Aber nicht nur Existenzgründer sollen hier Rat und Hilfe finden. Auch bereits aktive Unternehmer werden bei der Lösung ihrer Probleme fachkundig unterstützt.
Der “Beraterpool Ingolstadt” ist auf folgenden Fachgebieten tätig:

  • Architektur
  • Coaching
  • Unternehmens- und Existenzgründerberatung
  • Fördermittelrecherche
  • IT / EDV-Dienstleistungen
  • Marketing
  • Mediation
  • Patente / Marken
  • Recht
  • Steuern
  • Technologieberatung
  • Versicherung

Auf der Internetseite lässt sich genau recherchieren, welches Mitglied im Beraterpool für welches Fachgebiet steht.
Um auch den fachlichen Austausch der Berater und Coaches sicherzustellen, treffen sich alle Mitglieder des “Beraterpool Ingolstadt” in regelmäßigen Abständen zum notwendigen Erfahrungsaustausch.
Ein aus meiner Sicht sehr interessantes Angebot, welches für Existenzgründer und bereits etablierte Unternehmer einen wirklichen Mehrwert bietet. Nicht zuletzt deshalb arbeite ich selbst gerne im Beraterpool Ingolstadt mit.

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Die KfW unterstützt ab 2012 speziell auch die Gründung von Sozialunternehmen

Die KfW wird ab Januar 2012 mit einem neuen Förderinstrument starten, welches sich speziell die Gründer von Sozialunternehmen richtet. Unterstützt wird dieses Programm vom Bundesfamilienministerium.
Dahinter steht die Erkenntnis, dass Sozialunternehmen mit innovativen Ideen zur Lösung von gesellschaftlichen Problemen beitragen. Der Staat kann diese Herausforderungen nicht allein bewältigen.

Nach der Pressemitteilung wird die KfW das notwendige Eigenkapital bereitstellen. Zur Finanzierung des Programms werden auch andere Partner wie Fonds, Business Angels oder Stiftungen ins Boot geholt.
Was dort im Einzelfall als Summe bereitgestellt wird, soll durch die KfW künftig in gleicher Höhe ergänzt werden. Als Höchstbetrag ist eine Summe von bis zu 200.000 EUR genannt.

Ich persönlich finde es gut, dass mittlerweile die Erkenntnis gereift ist, dass es gerade für Sozialunternehmen frei verwendbare Finanzierungen geben muss. Auch die angekündigte Verwendung sowohl in die Richtung Innovationsfinanzierung, wie auch als  Eigenkapitalbereitstellung für eine weitergehende Finanzierung gemeinsam mit den jeweiligen Geschäftsbanken klingt interessant.
Gespannt bin ich auf die konkrete Ausgestaltung des Programms als Fortschreibung dieser Ankündigung. Da ich viele Anfragen von Existenzgründern im Sozial-Segment bekomme, kann dies eine gute Unterstützung für diese Gründungen werden.

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